Dienstag, 5. Juli 2011

Aus der Bücherwelt: Margaret Forster, Ein Zimmer, sechs Frauen und ein Bild

Ein lichtdurchflutetes Zimmer. Sechs Frauen auf der Suche nach einem Platz in der Welt. Ein Bild auf einer Reise durch ein Jahrhundert.
Dies ist das bisher schönste Buch, das ich von Margaret Forster gelesen habe.
Ohne große Effekte wird auf wunderbare Weise erzählt, von einem Gemälde, das durch die Zeit "wandert" und das die Leben verschiedener Frauen in unterschiedlichen Epochen miteinander verknüpft. Im Laufe eines (des 20.) Jahrhunderts wird dieses Bild geschaffen, verloren, gefunden, gestohlen, verschenkt, vererbt, und keine der Frauen bleibt unberührt vom eigentümlichen Zauber dieses eigentlich so "leeren" Gemäldes.
Für jede hat es eine bestimmte Bedeutung, stösst Gedanken an über sich selbst und ihr jeweiliges Leben und ihre Berufung. Es geht darum, was es heisst, Künstlerin zu sein, vor allem aber, was es heisst, Frau zu sein und zu lieben.
Läßt man sich auf die ruhige, einfach nur schöne Erzählweise ein, entwickelt sich das Buch und wird mehr und mehr zu einer "lichtdurchfluteten Geschichte", die einfach nur das Leben erzählt und beschreibt. Nicht mehr aber auch nicht weniger.
Das Bild ist übrigens das auf dem Cover - und Gwen John, die Malerin, gab es wirklich (1876-1939). 
Deshalb: unbedingter Lesebefehl für alle, die es noch nicht kennen ;-)

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Dankeschön :-)
Nette Grüße von den Farbtrullas